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Gründung:Oktober 1981
Genre:Heavy Metal,
ursprünglich Thrash Metal, später mit
Einflüssen aus Hardrock und Blues
Gründer
Gesang, Gitarre (Rhythmus):James Hetfield
Schlagzeug:Lars Ulrich
Heutige Mitglieder
Gesang, Gitarre (Rhythmus):James Hetfield
Gitarre (Lead):Kirk Hammett (seit 1983)
E-Bass:Robert Trujillo (seit 2003)
Schlagzeug:Lars Ulrich
Ehemalige Mitglieder
E-Bass:Ron McGovney (1981–1982)
E-Bass:Cliff Burton (1982–†1986)
E-Bass:Jason Newsted (1986–2001)
Gitarre (Rhythmus):Jeff Warner (1981–1982)
Gitarre (Lead):Lloyd Grant (1981–1982)
Gitarre (Lead):Dave Mustaine (1982–1983)

 

Metallica ist eine US-amerikanische Metal- und Hard-Rock-Band, die 1981 in San Francisco gegründet wurde. Metallica gehört seit Beginn der 1990er Jahre zu den international erfolgreichsten Rockgruppen überhaupt.

Bandgeschichte

1981–1983: die Anfänge

Metallica wurde offiziell am 28. Oktober 1981 in Los Angeles, Kalifornien durch den Rhythmusgitarristen und Sänger James Hetfield und den Schlagzeuger und ehemaligen Nachwuchs-Tennisspieler Lars Ulrich gegründet. Unabhängige Gesuche in einer Lokalzeitschrift namens „The Recycler“ führten zu diesem Zusammenschluss.

Die Band erhielt ihren Namen, als Schlagzeuger Ulrich seinem Bekannten Ron Quintana dabei half, einen Namen für dessen neu geplantes Metal-Fanzine zu finden. Ron Quintana gab Lars Ulrich eine Liste mit verschiedenen Namen für das Magazin. Ulrich gefiel ein Name auf der Liste am besten: Metallica. Deshalb redete er diesen Namen bei Quintana schlecht. Das Magazin wurde später unter dem Namen Metal-Militia bekannt. Es ist aber inzwischen wieder eingestellt.

Zur gleichen Zeit machten Hetfield und Ulrich Bekanntschaft mit Brian Slagel. Dieser gab ein Magazin namens New Heavy Metal Review heraus und hatte mit Metal Blade Records soeben eine eigene Plattenfirma gegründet. Als deren erste Veröffentlichung war ein Sampler mit Bands aus Los Angeles geplant, und auch Metallica sollten dazu einen Beitrag leisten. Das scheiterte jedoch beinahe daran, dass es sich bei der Band immer noch um ein Duo handelte. So nahmen Ulrich und Hetfield fast im Alleingang ein Demoband auf, welches neben den Cover-Versionen „Let It Loose“ von Savage und „Killing Time“ von Sweet Savage auch die erste Eigenkomposition, Hit the Lights, enthielt. Lloyd Grant spielte zunächst die Gitarrensoli ein, diese wurden durch Dave Mustaine (später Frontmann bei Megadeth) ergänzt. Im Frühjahr 1982 wurde die Band durch Ron McGovney am Bass komplettiert.

Die Wege von Slagel und Metallica trennten sich bald wieder, obwohl der Band angeboten wurde, ein komplettes Album für Metal Blade einzuspielen. Die Band lehnte jedoch ab, da der Vertrieb und die Promotion im Wesentlichen auf Südkalifornien beschränkt gewesen wären.

Zunächst entwickelten sich die Dinge für Metallica nicht gut. Die Band konnte mit ihrem harten Sound in Los Angeles nicht überzeugen, da eher Bands wie Mötley Crüe oder Ratt angesagt waren. Doch die Band nahm ein zweites Demo auf, auf dem jetzt nur noch eigene Stücke enthalten waren: Eine neue Version von „Hit the Lights“ (welche dann auch auf der zweiten Pressung von „Metal Massacre 1“ zu hören ist), „The Mechanix“ (welches später als „The Four Horsemen“ auf „Kill 'em All“ veröffentlicht wurde), „Motorbreath“ und „Jump in the Fire“.

Zu dieser Zeit waren Metallica noch zu fünft, da Hetfield sich auf das Singen beschränkte. Die Rhythmus-Gitarre bediente Jeff Warner, der sich allerdings ständig mit Mustaine stritt. Da auch Warners Verhalten auf der Bühne den übrigen Bandmitgliedern missfiel, wurde er kurzerhand aus der Band geworfen. Die restlichen Vier arbeiteten im Juni 1982 an einem dritten Demo: „No Life 'Till Leather“. Es gewann auf dem Weg des damals üblichen privaten Tausch- und Kleinhandels mit Kassettenkopien enorme Popularität in der Untergrundszene der San Francisco Bay Area. Neben Neuaufnahmen von den vier Songs des Vorgänger-Demos gab es darauf drei neue Stücke zu hören: „Seek and Destroy“, Phantom Lord sowie Metal Militia. Diese Aufnahmen (von „Metal Massacre“ bis zu „No Life 'Til Leather“) sind die einzigen veröffentlichten Aufnahmen mit Mustaine an der Lead-Gitarre.

Den ersten Auftritt außerhalb von Los Angeles hatte die Band am 18. September 1982 in San Francisco. Wenige Wochen später spielten Metallica erneut in San Francisco, im Vorprogramm von Laaz Rockit. Deren Manager vermittelte ihnen weitere Gigs in der Stadt: so bekamen Metallica am 29. November ihre erste Headliner-Show außerhalb der eigenen Heimatstadt. Dieses Konzert wurde mitgeschnitten und später unter dem Titel „Metal up Your Ass“ als Live-Tape veröffentlicht. Als Vorband traten dabei Exodus auf, bei denen zu der Zeit Kirk Hammett Lead-Gitarre spielte.

Doch zunächst wurde Ende des Jahres 1982 Cliff Burton offizieller Bassist von Metallica. Auch ihn hatten Hetfield und Ulrich in San Francisco kennengelernt, bei einem Auftritt seiner Band Trauma. Um Burton für Metallica zu gewinnen, verlegte die ganze Band ihren Wohnsitz nach San Francisco. Burton war im Gegensatz zu den übrigen Bandmitgliedern ein geschulter Musiker, er belegte auf dem College einen Musiktheorie-Kurs. Er schrieb später zu großen Teilen die Instrumentalstücke „Call of Ktulu“, „Orion“.

1983–1986: Die „klassische Ära“

Klassisch wird dieser Zeitabschnitt vorwiegend von den Fans genannt, die spätere Änderungen in der Bandbesetzung und/oder dem Musikstil ablehnen.

Kirk Hammett live bei einem Konzert in Prag 2004
Kirk Hammett live bei einem Konzert in Prag 2004

Man feuerte nach dessen letztem Gig mit Metallica am 9. April 1983 Mustaine wegen seines ausgeprägten Alkoholkonsums und ersetzte ihn am 16. April 1983 durch Kirk Hammett. Obwohl Mustaine auf keinem Metallica-Album zu hören ist und kaum offiziell als Komponist aufgeführt ist, sind seine liedtexterischen Beiträge zumindest auf der Debutscheibe „Kill 'em All“ und auf den folgenden zwei Alben nicht zu überhören.

Burton starb am 27. September 1986 in Ljungby, Schweden bei einem Unfall mit dem Tourbus auf der „Master-Of-Puppets“-Tour. Der Tourbus kam, so der offizielle Bericht, auf einer vereisten Straße ins Schleudern und stürzte auf die Seite. Burton wurde aus seiner Schlafkoje geschleudert und unter dem Bus begraben. Über den Tod von Burton kam die Band lange Jahre nicht hinweg. Burton wird bis heute in weiten Kreisen von Kollegen und Fans als „god of bass and rock and roll“ verehrt.

Dennoch suchte die Band, wegen einer bereits gebuchten weiteren Auslandstour, schon nach wenigen Wochen einen neuen Bassisten, und wurde mit Jason Newsted auch fündig. Die Anerkennung der Fans bekam Newsted, der auf der Bühne beeindruckende Präsenz zeigte und immer die Kommunikation mit dem Publikum suchte, schnell. Vor seinem Einstieg bei Metallica war er Mitglied und treibende Kraft der Speed- und Thrashkombo Flotsam And Jetsam, mit denen er 1986 den Klassiker „Doomsday for the Deceiver“ aufnahm.

1986–2001

Die Band entschloss sich wieder auf Tour zu gehen und veröffentlichte nebenbei noch die EP „Garage Days Re-Revisited“, welche Coversongs von unter anderem auch Diamond Head und Misfits beinhaltete.

Nachdem Jason vorgestellt worden war, machte sich die Band an die Arbeit zum vierten Metallica-Album: „…And Justice for All“, das im August 1988 veröffentlicht wurde. Das Album erreichte Platz 6 in den US-Charts und wurde für einen Grammy nominiert. Aus dem Album wurden zwei Singles veröffentlicht und zu „One“ drehte Metallica den ersten Videoclip der Bandgeschichte. Nach der Veröffentlichung des Albums ging die Band wieder auf Tour.
…And Justice for All wurde auch von den Fans durchweg positiv aufgenommen und galt als gelungene Hommage an Cliff Burton, dem mehrere Songs gewidmet waren. Im Nachhinein wird allerdings des Öfteren der Sound bemängelt: Jason Newsteds Bass-Spiel sei kaum zu hören und insgesamt klänge das Album zu „kalt“.

1991 dann veröffentlichten Metallica das nach sich selbst benannte Album „Metallica“ (auch „Black Album“ genannt). Mit Bob Rock wurde auch erstmals ein Topproduzent ins Studio geholt. Während der Monsters of Rock-Tour spielten Metallica im September 1991 auch in Moskau. Angesichts des riesigen Publikums (ca. 1.000.000-1.500.000 Zuschauer) sprach Lars Ulrich vom besten Konzert, das Metallica je gegeben hatte. Im April 1992 eröffneten Metallica das Freddie Mercury Tribute Concert.

James Hetfield live im Jahre 2004
James Hetfield live im Jahre 2004

1993 gingen Metallica mit Guns N' Roses auf große Stadion-Tour in Nordamerika. Beide Bands waren abwechselnd Vorgruppe und Headliner, wobei Metallica die Fanscharen von Guns N' Roses überzeugte – nicht nur aufgrund zahlreicher Eskapaden von W. Axl Rose & Co. Beim Auftritt in Montreal, Kanada passierte dann ein Unglück: Während des Auftrittes geriet James Hetfield versehentlich in eine 6 Meter hohe Feuerfontäne und zog sich Verbrennungen 2. und 3. Grades im Gesicht und an den Armen zu. Während es noch unklar war, ob er überhaupt wieder Gitarre spielen können würde, setzte er schon nach wenigen Wochen die Tour fort und absolvierte den Gesangspart im Sitzen, während sein Roadie ihn an der Rhythmusgitarre vertrat.

1996 veröffentlichten Metallica das Album „Load“, und nur ein Jahr später 1997 wurde „ReLoad“ nachgereicht. Die beiden Alben sollten ursprünglich als Doppelalbum auf den Markt kommen. Die Band wollte aber möglichst schnell wieder auf Tour gehen und entschloss sich daher, zunächst „Load“ zu veröffentlichen und nach einer Tour an „ReLoad“ weiter zu arbeiten.
Der Stil, den die Gruppe auf den beiden Alben spielt, ist sehr viel mehr als Hard- bzw. Bluesrock zu bezeichnen. Die Band wurde aufgrund dieses Stilwechsels oft scharf kritisiert und vor allem die alten Fans, die den sehr schnellen Thrashmetal Metallicas mochten, wurden enttäuscht. Man warf der Band vor, zu kommerziell zu sein.

Im Jahre 1999 kam Michael Kamen auf die Idee, Metallica mit einem Orchester zusammenzuspielen lassen. Metallica einigte sich mit dem Dirigenten Kamen und gaben dann ein Konzert das auch als „S&M“ (Symphony and Metallica) bekannt ist. Es wurden dazu eine DVD und ein Album veröffentlicht.
Auch dieses Album spaltete die Fans in zwei Lager. Die einen meinten, Metallica seien nun endgültig im Kommerz angelangt, die anderen sahen S&M als gelungenen Versuch, Metal mit Klassik zu verbinden. Die kompromissbereiten Fans kritisierten wiederum die Setlist. Es seien zu viele Songs von Load und ReLoad gespielt worden und zu wenige der alten Stücke, die wegen Cliff Burtons Einfluss viel stärker klassisch beeinflusst seien.

Seit 2001

Bevor die Band 2001 erneut ins Studio ging, verließ Bassist Newsted die Band. In der ersten Stellungnahme begründete er diesen Schritt mit Rücken- und Nackenproblemen, die er sich durch seine besonders exzessive Form des Headbangens im Laufe der Jahre zugezogen habe. Später wurde jedoch aus unabhängigen Interviews mit Newsted und Hetfield deutlich, dass die Band Newsted während der Studiopause ein eigenes Bandprojekt untersagt hatte und er deshalb die Band verließ. Und diesem Auslöser vorangegangen war, so führte Newsted an, die Tatsache, dass ihm vor allem James Hetfield auch bei der Arbeit für Metallica so gut wie keine kreative Freiheit einräumte. Tatsächlich wurde Newsted in den 15 Jahren seiner Bandzugehörigkeit bei nur drei Titeln als beteiligter Komponist erwähnt: „Blackened“ (vom Album „…And Justice for All“), „Where the Wild Things Are“ („ReLoad“) und „My Friend of Misery“. Wobei Letzteres zwar auf dem schwarzen Album „Metallica“ erschien, aber von Newsted eigentlich als Instrumentalstück gedacht war.
Nach seinem Weggang veröffentlichte Newsted zunächst das strittige Projekt mit Namen Echobrain; seitdem war er unter anderem Tourbassist bei Ozzy Osbourne und festes Mitglied der kanadischen Thrash Metal-Band Voivod.

Im Juli 2001 wurden die ohne Newsted in San Francisco auf dem Gelände des Presidio begonnenen Studioaufnahmen quasi ergebnislos abgebrochen; es hatte weitere bandinterne Querelen gegeben, und für Hetfields Alkohol- und Tablettenmissbrauch war ein Klinikaufenthalt mit Langzeittherapie unumgänglich geworden. So begannen die Aufnahmen für „St. Anger“ erst im Frühjahr 2002, in einem neuen, bandeigenen Studio, und zogen sich auch bis zum Ende des Jahres hin, da die konsultierten Therapeuten der Band – darunter der vom Management engagierte Phil Towle – ein gedrosseltes Arbeitstempo verordneten. Im Dokumentarfilm „Some Kind of Monster“ ist ein Großteil der Periode von Ende 2000 bis zum Frühsommer 2003 festgehalten, wobei neben Probeaufnahmen im Studio zahlreiche Einzel- und Gruppeninterviews tiefe Einblicke in das Seelenleben der Band (inklusive der ehemaligen Mitglieder Newsted und Mustaine) gewähren.

Robert Trujillo live bei einem Konzert in Prag 2004
Robert Trujillo live bei einem Konzert in Prag 2004

2003 kam als Ersatz für Newsted mit Robert Trujillo der vierte Bassist in der Bandgeschichte dazu. Trujillo hatte sich zuvor unter anderem bei Suicidal Tendencies und Ozzy Osbourne einen Namen gemacht.

Am 14. und 15. November 2005 leisteten Metallica sich bei zwei Konzerten in San Francisco den Spaß, noch einmal als Vorband für jemand anderen das Publikum anzuheizen. Mit den Rolling Stones hatten sie sich dazu allerdings eine der wenigen Bands ausgesucht, hinter der sie, aus reinen Altersgründen, noch zurückstehen müssen. Dies waren die beiden einzigen Auftritte im Jahr 2005.

Am 25. Januar 2006 gab es ein weiteres Konzert im Rahmen des „Sundance Film Festivals“ in den USA, bei dem Metallica einen kleinen Privatgig nach dem Festival spielten.

Im März 2006 traten Metallica erstmals in ihrer Karriere auf dem afrikanischen Kontinent auf. Die drei Konzerte fanden in den südafrikanischen Städten Centurion (Großraum Pretoria), Durban und Kapstadt statt.

Im Rahmen ihrer Tour „Escape from the studios 95 06“ trat die Band u. a. am 3. und 4. Juni 2006 zum dritten Mal beim Festival Rock am Ring/Rock im Park auf, und am 6. Juni auf der Waldbühne in Berlin. Dabei wurden zum zwanzigjährigen Jubiläum der Veröffentlichung des Albums „Master Of Puppets“ sämtliche darauf enthaltenen Stücke en suite vorgetragen. In Berlin spielten Metallica zusätzlich einen „New Song“ und gaben damit einen Vorgeschmack auf das für 2007 geplante neunte Studioalbum. Am 15. Juni gab Metallica auf dem Österreichischen Festival Novarock, der Gig wird von vielen Fans als der Beste der letzten Jahre angesehen, eine Zugabe mit Lemmy Kilmister, dem Sänger von Motörhead.

Im Februar 2007 wurde bekannt gegeben, dass für Juni/Juli 2007 eine weitere kleine Tour unter dem Namen „Sick Of The Studio“ geplant ist. In Rahmen dieser Tournee sollen einige Festivals wie das „Werchter Rock Festival“ besucht und zusätzlich einzelne Metallica-Konzerte realisiert werden.

Das neue Album wird ab März 2007 aufgenommen und soll spätestens Ende dieses Jahres in den Läden stehen.

20-jähriges Bühnenjubiläum

Zu Metallicas 20-jährigem Bühnenjubiläum wurden im Mai 2003, im Rahmen der „MTV Icon: Metallica“-Veranstaltung, einige ihrer Stücke von anderen Künstlern interpretiert:

  • Snoop Dogg – Sad but true
  • Avril Lavigne – Fuel
  • Korn – One
  • Staind – Nothing Else Matters
  • Limp Bizkit – Welcome Home (Sanitarium)
  • Sum41 – Medley (For Whom The Bell Tolls, Enter Sandman, Master Of Puppets)

Metallica selbst traten an diesem Abend erstmals gemeinsam mit dem neuen Bassisten Robert Trujillo vor die Öffentlichkeit. Das Quartett spielte ein Medley aus den Liedern „Hit The Lights“, „Enter Sandman“, „Blackened“, „Creeping Death“ und „Battery“, außerdem mit „Frantic“ ein erstes Stück vom wenige Wochen später erscheinenden neuen Album St. Anger.

Gastspieler

  • John Marshall (Rhythmusgitarre) – Hammetts Roadie übernahm Gitarrenarbeit 1986 (18x) und 1992 (18x) bei 36 Konzerten für den verletzten Hetfield. Außerdem ist er bei der Power-Metal-Band Metal Church aktiv
  • Bob Rock (Bass) – Aufnahmesession zu „St. Anger“ 2003 (Produzent vom Anfang der 90er bis 2003 und Session-Bassist)
  • Joey Jordison (Slipknot) – spielte beim Download-Festival 2004 folgende Songs für den aufgrund akuter Erschöpfungserscheinungen im Krankenhaus liegenden Ulrich: „For Whom the Bell Tolls“, „Creeping Death“, „Seek and Destroy“, „Sad But True“, „Wherever I May Roam“, „Last Caress“, „Nothing Else Matters“ und „Enter Sandman“
  • Dave Lombardo (Slayer) – spielte beim Download-Festival 2004 als Ersatz für den im Krankenhaus liegenden Ulrich: „Battery“ und „The Four Horsemen“
  • Flemming Larsen (Lars Ulrichs Drumtechniker) – spielte beim Download-Festival 2004 den Song „Fade to Black“
  • Lemmy Kilmister (Motörhead) – spielte (und sang) beim Novarock-Festival 2006 mit Metallica eine Coverversion des Songs „Damage Case
  • Jerry Cantrell (Alice in Chains) – unterstützte James Hetfield am Novarock-Festival 2006 gesanglich bei „Nothing Else Matters

Fakten

Bis heute haben Metallica offiziell über 100 Millionen Alben verkauft, davon über 50 Millionen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Vier Alben standen an Nummer eins der Billboard Charts; keine Band verkauft mehr aus ihrem Backkatalog als Metallica. Die letzten sechs Metallica-Alben toppten in Deutschland die Charts über einen Zeitraum von 12 Jahren. Alle Metallica-Alben erreichten weltweit Multi-Platin-Status. Das meist verkaufte Album ist „Metallica“ mit über 30 Mio. verkauften Einheiten und 14 mal Platin. Das letzte Album „St. Anger“ erreichte sofort in 30 Ländern Nummer Eins der Charts.

Metallica war die erfolgreichste Band der 90er Jahre und gehört zu den erfolgreichsten amerikanischen Künstlern aller Zeiten. Unzählige Tourneen mit etwa 2000 Konzerten vor dutzenden Millionen Zuschauern machen Metallica zu einem der erfolgreichsten Liveacts und zu einer der einflussreichsten Metal-Bands aller Zeiten. Der erfolgreichste Metallica-Song, die Ballade „Nothing Else Matters“ aus dem Album „Metallica“ gehört inzwischen zu den Klassikern der Rockmusik und des Metals.

Metallica hat bis heute 7 Grammys gewonnen und mehrere andere Preise, darunter der MTV-Award, der VH1-Award und der American Music Award.

Als Vorbilder gibt die Band oft Diamond Head, Black Sabbath und andere Bands der Anfang der 1980er aufkommenden New Wave of British Heavy Metal an.

Die Napster-Kontroverse

Metallica war eine der ersten Bands, die in der Blütezeit der Tauschbörse Napster (Anfang 2000) rechtlich gegen deren Nutzer vorgingen; die Musikgruppe sah in dem Tausch ihrer Songs eine Verletzung des Digital Millennium Copyright Act (DMCA) und klagte damals auch gegen drei große amerikanische Universitäten. Die Band bezog damit eindeutig Stellung gegen Napster und vergleichbare Peer-to-Peer-Angebote:

Lars Ulrich hinter seinem Schlagzeug 2004
Lars Ulrich hinter seinem Schlagzeug 2004

„Es kränkt uns zu wissen, dass unser Gut mehr wie eine Massenware und weniger als die Kunst, die es eigentlich ist, behandelt wird. Vom geschäftlichen Standpunkt aus ist es reine Piraterie, etwas zu nehmen, das einem nicht gehört. Der Austausch solcher Informationen, ob es Musik, Videos oder Fotos sind, ist nichts Anderes als der Handel mit gestohlenen Waren.“

Lars Ulrich: April 2000 in [1]

Napster begann darauf ab März 2001, Benutzer und Metallica-Songs durch Aktivierung von Filtern anhand von Listen mit IP-Adressen zu sperren; im Juli zog die Band darauf ihre Copyright-Klage zurück und erklärte: „Wir hatten nie ein Problem mit dem Tausch von Musik. Unser Problem war, dass Napster uns niemals gefragt hat, ob wir an dem Geschäft teilhaben wollen.“

In einem Yahoo-Chat (2000) erklärte Ulrich, dass die Band „Napster“ ausschließlich wegen der Verbreitung ihrer Studioalben verklagt hatte. Sie wollen aber weiterhin den Tausch von selbst gemachten Live-Aufnahmen, so genannten „Bootlegs“, erlauben[2]. So rief die Band nach dem Tod des ersten Bassisten, Cliff Burton, die Fans auf, Live-Bootlegs an die Band zu senden. Aus diesem Material entstand „Cliff 'em All“, ein Live-Video aus mehr oder weniger wackeligen Aufnahmen, das Cliff zu Ehren auf dem Markt gebracht worden ist. Dies unterstützt die These, dass Metallica nie gegen einen Tausch von Livemusik war – schließlich war das „Tape-Trading“ rarer Live-Aufnahmen besonders in den 1980ern Jahren sehr beliebt in der Heavy-Metal-Szene.

Professionelle Liveaufnahmen bietet die Band seit März 2004 im Internet zum kostenpflichtigen Download an. Es stehen verschiedene Klangqualitäten und Preismodelle zur Auswahl. Die Dateien sind nicht kopiergeschützt oder verschlüsselt. Die Band bittet aber darum – wissend, dass sie es nicht verhindern kann –, dass diese Dateien nicht weitergegeben werden.

Trivia

„Ecstasy of Gold“, ein Stück aus der Filmmusik von Ennio Morricone zum Italo-Western „Zwei glorreiche Halunken“, läuft bei jedem Livekonzert vom Band, unmittelbar bevor die Bandmitglieder die Bühne betreten. Ein Großteil des Publikums bricht daher schon bei den ersten Tönen dieses Stücks, vor noch leerer Bühne, in Jubel aus. Metallica haben eine Coverversion von Ecstasy of Gold auf dem 2007 erschienenen Ennio-Morricone-Tribute-Album We all love Ennio Morricone veröffentlicht.

Das letzte Stück der Playbackmusik während der Umbaupause nach den Vorbands ist stets „It's a Long Way to the Top“ von AC/DC aus ihrem Album High Voltage.

Diskografie

Studioalben

  • Kill 'em All (Juli 1983)
  • Ride the Lightning (Juni 1984)
  • Master of Puppets (Februar 1986)
  • …And Justice for All (August 1988)
  • Metallica (auch bekannt als "The Black Album&ldquo (August 1991)
  • Load (Juni 1996)
  • ReLoad (November 1997)
  • Garage Inc. (Komplettes Cover-Album, 2 CDs, enthält auch einige Metallica-Aufnahmen von B-Seiten und etc.) (November 1998)
  • St. Anger (Juni 2003)

Konzertalben, Kompilationen und Box-Sets

  • Bay Area Thrashers – The Early Days (1981 Die erste bekannte Live-Aufnahme von Metallica)(auch unter dem Namen „In The Beginning….Live“ veröffentlicht)
  • Live in San Diego – Live-Aufnahme von dem Konzert in der Sports Arena, San Diego (13. & 14. Januar 1992)
  • Live Shit: Binge & Purge (Live Box Set) (1993)
  • Cunning Stunts – Live-Aufnahme von dem Konzert in Fort Worth aus dem Jahre 1997; Erscheinungsdatum 1998
  • S&M (Live aufgenommen mit dem San Francisco Symphony Orchestra, zwei CDs, enthält auch zwei nur für dieses Album neu geschriebene Stücke) (November 1999)

Singles, EPs und Demos

  • Metal Up Your Ass (Inoffizielles Demo-Tape und Grundlage für Bay-Area Thrashers und Kill´em All 1981)
  • No Life Til' Leather (erstes Demo-Tape 1982)
  • Jump In The Fire (1984)
  • Creeping Death (1984)
  • (The $5.98 EP) – Garage Days Re-Visited (Cover EP) (August 1987)
  • Harvester Of Sorrow (1988)
  • Eye Of The Beholder (1988)
  • One (1989) (nur in UK und US)
  • Enter Sandman (1991)
  • The Unforgiven (1991)
  • Sad But True (1991)
  • Nothing Else Matters (1991)
  • Wherever I May Roam (1991)
  • One (1994) (in Europa ohne UK)
  • Until It Sleeps (1996)
  • Hero Of The Day (1996)
  • The Memory Remains (1997)
  • Mama Said (1997)
  • Fuel (1997)
  • The Unforgiven II (1997)
  • Turn The Page (1998)
  • Whiskey In The Jar (1998)
  • Die Die My Darling (1998)
  • Nothing Else Matters (Live) (1999)
  • No Leaf Clover (1999)
  • I Disappear (2000)
  • St. Anger (2003)
  • Frantic (2003)
  • 53rd & 3rd (2003) Vinyl only, unveröffentlicht
  • The Unnamed Feeling (2004)
  • Some Kind Of Monster EP (2004)
  • Einzelne Stücke wurden weiterhin auf Compilations und Soundtracks veröffentlicht, beispielsweise:
    • I Disappear (2000) – Soundtrack zu „Mission: Impossible II“
    • We Did It Again (2002) – (Co-Arbeit mit Ja Rule)
    • 53rd & 3rd (2003) – (Ramones-Tributalbum „We're a Happy Family – A Tribute to Ramones“)
    • Little boy, you're going to hell (South Park- der Film)

Videos und DVDs

  • Home-Video Cliff 'em All (VHS 1987)
  • 2 of One (VHS 1989)
  • A Year and a Half in the Life of Metallica, zweiteilig (VHS 1992 und 1993)
  • Live Shit: Binge & Purge (VHS 1993)
  • Cunning Stunts (1998)
  • S&M (2-DVD, 2000)
  • Metallica – Metallica (DVD 2001)
  • Neu-Veröffentlichung von Live Shit: Binge & Purge (DVD 2003)
  • St. Anger Rehearsals (Als Beilage zum Album St. Anger) (DVD 2003)
  • Neu-Auflage von Cunning Stunts (DVD 2004, 2005)
  • Some Kind of Monster (DVD 2005)
  • Live At San Diego 1992 (DVD 1992)
  • The Videos (DVD 2006)

Kinofilm

  • Some Kind of Monster (2004), später auch als DVD erschienen, dokumentiert einen Großteil der internen Bandgeschichte von Ende 2000 bis Frühsommer 2003, allerdings handelt der Film vielmehr von Beziehungen, als er eine Banddokumentation ist (vgl. oben, Bandgeschichte).

Bücher

  • Nothing Else Matters, ISBN 3854450834, (1993)
  • So What!, ISBN 3453120043, (2004)
  • Hit the Lights. Die Story zu ihren größten Songs. ISBN 3927638153, (2004)
  • Metallica, Talking, ISBN 3896024965, (2004)
  • Justice for All, Die Wahrheit über Metallica, ISBN 386543035X, (2005)

Literatur

  • Jürgen Seibold, Metallica, ISBN 3552050892, (1993)
  • Janko Röttgers: Mix, Burn und R. I. P. Das Ende der Musikindustrie.
  • Heidelberg 2003, ISBN 3936931089

 

Quelle:Wikipedia

 

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